Guarana – die Power der Indios

Guarana (Paullinia cupana) ist eine im Amazonasbecken beheimatete Pflanzenart, die es in sich hat. Ihre Früchte haben einen hohen Gehalt an Koffein – sogar mehr als die Kaffeebohne. Deswegen wird Guarana auch als Wachmacher bezeichnet. Letztendlich reicht Kaffee bezüglich seiner Wirksamkeit durch das Koffein nicht an das der südamerikanischen Lianenart heran.

 

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Die Guaranapflanze trägt Kapselfrüchte, die sich nach der Reife öffnen und den enthaltenen Samen preisgeben. Optisch erinnert die geöffnete Frucht mit dem inliegenden Samen an ein Auge. Für die Ureinwohnern Brasiliens gleicht dieser Anblick einer besonderen Magie und in einigen traditionellen Zeremonien war Paullinia cupana samt Frucht und Samen ein wichtiger Bestandteil. Natürlich nutzen die Ureinwohner rund um das Amazonasbecken die wachmachende Wirkung der strauchigen Pflanze ebenfalls, immerhin sind die Wege durch den tropischen Dschungel beschwerlich und dauerten oft etliche Tage.

Guarana im Detail

guarana pflanze

Guarana gehört zu den Seifenbaumgewächsen und sie wird eher selten in einer Monokultur angebaut. Ihre Wurzeln ranken überall dort, wo das Klima tropisch oder gar subtropisch ist, hauptsächlich in der Region um den Amazonas in Südamerika. Die strauchartige Pflanze bildet traubenförmige Blütenstände aus und ihre Früchte erreichen etwa die Größe einer Haselnuss. Farblich wandeln sich die Früchte von einem zarten Gelb bis zu einem ins rötlich gehenden Orangeton zum Ende der Reife hin. Pro Frucht sind ein bis zwei dunkelbraune Samen enthalten, die einen äußerst bitteren Geschmack aufweisen.

Geschichte der Pflanze

Die Indianer nutzen die Wirkung von Guarana seit Jahrhunderten. Sie setzen die kleinen Samen sowohl im medizinischen Bereich als auch zur Körperpflege ein. Einige Indianerstämme bezeichnen den Samen als „Frucht der Jugend“.
Die Ureinwohner lebten in und mit der Natur. Auf der Suche nach neuen Nahrungsquellen wanderten die Menschen viele Tage durch den wilden Urwald. Um dieser körperlichen und geistigen Anstrengung gerecht zu werden, stellten sie vor Beginn der Tour eine Paste aus dem Samen des Paullinia cupana her, um bei Müdigkeitserscheinungen davon zu essen. Die Paste wurde getrocknet und zu kleinen Riegeln verarbeitet.

Auf diese Art hatten die Indianer nicht nur ein hochwirksames Produkt mit auf ihrem beschwerlichen Weg – so wurde zugleich ihr Hungergefühl etwas gedämpft. Denn auch dafür steht Guarana.

In Europa wurden Wissenschaftler erstmals m die 1940er Jahre richtig auf die südamerikanische Pflanze und ihre Wirkung aufmerksam. Erste Studien wurden erstellt, erste Ergebnisse verblüfften. Schon damals wurde Guarana bei Kopfschmerzen, Fieber und Leistungsabfall empfohlen.
In den 1980er Jahren entdeckten Forscher, dass Guarana nicht nur leistungssteigernd auf den Organismus wirkt, sondern dass ihre Inhaltsstoffe der Kosmetik zugute kommen. Deswegen wird der südamerikanische Samen sogar in Shampoos integriert, um gegen Haarausfall anzugehen.

Merkmale des Baums

Im Grunde ist Guarana eine Lianenpflanze. Es handelt sich um einen Strauch, der die stolze Höhe von bis zu 15 Metern erreichen kann. Es ist eine verholzende Pflanzenart und Jungpflanzen sind weich behaart und sehr biegsam. Je älter Paullinia cupana wird, umso weicher werden die Äste, bis sie das Aussehen einer Liane haben.

Die länglich-ovalen Blätter sind sattgrün und erreichen eine ungefähre Größe von zwischen 20 und 35 Zentimetern. Die Laubblätter sind ledrig, kahl und unpaarig gefiedert.

Merkmale der Frucht

guarana früchte
die reife Frucht

Die Kapselfrüchte sind traubenförmig angeordnet und jede einzelne Frucht wird zwischen 2 bis 3 Zentimeter groß. Die Farbe variiert von Gelb bis hin zu einem satten Orangerot und diese Farbnuancen spiegeln den Reifegrad wieder. Nach der Reife öffnen sich die Früchte und zum Vorschein kommen ein bis zwei – in Ausnahmefällen auch mal drei – kleine, dunkle Samen, die an ihrer Unterseite eine weiße Hülle haben. Genau diese Kombination der weißen Hülle und des dunklen Samens brachte der Nussfrucht den Beinamen „Auge des Waldes“ ein.

Anbau und Pflege

Paullinia cupana wird kaum gezielt angebaut. Die Pflanzenart vermehrt sich per Fremdbestäubung, hauptsächlich durch Bienen. Die Samen hingegen breiten sich durch Vögel aus, wobei die kleinen Samen selbst nur wenige Tage keimfähig sind. Trocknen sie aus, keime sie nicht mehr. Beginnt der Samen zu keimen, kann es immer noch bis zu vier Monate dauern, bis sich eine kleines Pflänzchen zeigt. Es ist sehr schwer, Paullinia cupana zu kultivieren. Zudem dauert es Jahre, bis sich – vielleicht – erste Früchte zeigen. Somit werden die Samen wild gesammelt. Zur Erntezeit stehen wandern die Bauern zu den verschiedenen Guaranapflanzen und sammeln die Samen auf. Anschließend werden diese in einem wochenlang andauernden Prozess gereinigt und getrocknet. Während dieser Lagerung bildet sich das Koffein komplett aus. Ist die Lagerung erfolgreich absolviert, werden die Samen meist zu Pulver weiterverarbeitet.

Inhaltsstoffe

 

Auf einen Blick

Name: Guarana, botanische Bezeichnung: Paullinia cupana

Vorkommen: nördlicher Teil Südamerikas. Amazonasbecken. Brasilien, Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, peru, Bolivien.

Bekannte Wirkstoffe / Inhaltsstoffe: Koffein

Heilwirkung: stimulierend und aufmunternd.

Geschmack: etwas bitter, erdig

Anwendung: Müdigkeit, Leistungsabfall

Darreichungsform: Pulver, Kapsel, Tabletten, Tee, Extrakt

 

Guarana ist bekannt für seinen hohen Gehalt an Koffein. Dabei lässt sich nicht einheitlich sagen, in welcher Menge Koffein tatsächlich enthalten ist. Das wiederum hängt stark von den Lebensbedingungen der Ursprungspflanze ab, wobei wie schon angemerkt, die anschließende Ernte und Lagerung eine Rolle dabei spielen. Grob gerechnet, beinhalten zermahlene Guaranasamen zwischen vier und sechs Prozent Koffein.
Auch wenn Koffein als hauptsächlicher Wirkstoff die Hauptrolle spielt – es gibt noch weitere Inhaltsstoffe, die einen positiven Effekt auf Körper und Geist haben. Hier sind etwa Gerbstoffe, Theopphyllin, Theobromin aber auch Saponine erwähnenswert. Insbesondere die Gerbstoffe sind es wert, ausführlicher behandelt zu werden. Denn diese sorgen letztendlich dafür, dass sich das Koffein aus der Guaranapflanze langsamer im menschlichen Organismus ausbreitet.

Wirkung und Eigenschaften

Die stimulierende Wirkung von Guarana beginnt langsam und gemächlich. Daraus resultiert der positive Nebeneffekt, dass die wachmachende Wirkung deutlich länger anhält, als man es von Kaffeegenuss gewohnt ist. Das Koffein vom Kaffee mag schnell wirken – doch genauso schnell ist die Wirkung auch wieder verpufft. Nicht so bei Guarana. Genau hier liegen die wunderbaren Möglichkeiten, die die natürliche Wirkkraft der südamerikanischen Pflanze bietet. Zudem wirkt Guarana schonend auf den Magen-Darm-Trakt. Wer Kaffee nicht verträgt, findet in Guarana eine ideale Alternative.

Dosierung

Die richtige Dosierung von Guarana ist nicht ganz so einfach. Hier gleicht das Koffein dem vom Kaffee. Während der eine drei Tassen trinkt, um eventuell ein kleines Tief zu überwinden, reicht dem anderen eine Tasse. Man muss es einfach etwas ausprobieren, bei welcher Dosierung eine gute, angenehme Wirkung einsetzt.

Deswegen sollte den ersten Dosierungen von Guarana etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Generell gilt: Nicht übertreiben, langsam anfangen und schrittweise die Dosierung erhöhen. Je nach gewählter Darreichungsform sollten die Hinweise der Hersteller beachtet werden.

Guarana ist erhältlich als Pulver, als Kapsel, als Zusatz in Getränken, als Tee, Extrakt oder als Tabletten. Als Faustregel wird empfohlen, nicht mehr als vier Gramm Guarana pro Tag zu konsumieren. Bei den Kapseln richtet sich die Dosierung nach den Angaben des Herstellers, die eingehalten werden sollte.

Guarana Pulver kann zwar in Wasser eingerührt werden, doch es löst sich nur sehr schlecht auf. Das ist übrigens kein Mangel, sondern eher im Gegenteil ein Indiz dafür, dass es sich wirklich um reines Guaranapulver handelt.

Eine Alternative sind Fruchtsäfte, Joghurt, Milch oder Müsli. Einfach kräftig rühren, trinken, rühren, trinken. So lässt sich Guarana gut einnehmen.

Nebenwirkungen und Erfahrungen

Nebenwirkungen sind nicht bekannt, solange die Dosierungsempfehlung eingehalten wird. Eine Überdosierung macht sich durch Kopfschmerzen, nervöse Unruhe, Schwindel bis hin zum Herzrasen bemerkbar.

Doch aufgepasst. Wird Guarana zu spät eingenommen, wirkt es auch dann noch, wenn eigentlich Nachtruhe angesagt ist. Während eine zu spät getrunkene Tasse Kaffee das Einschlafen für kurze Zeit verzögert, kann es mit Guarana schon passieren, dass man lange wach liegt – von Müdigkeit keine Spur.

 

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Viele Erfahrungsberichte zeigen deutlich, dass Guarana als Kaffeeersatz deutlich verträglicher ist als der Genuss von Kaffee selbst. Der kleine Samen aus Südamerika ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe magenschonend und bekömmlich.

Vor allem die lang anhaltende Wirksamkeit des Koffeins der Guaranapflanze ist ein Grund für die Beliebtheit. Nicht nur als Ersatz für Kaffee wird es gerne konsumiert, auch vor anstrengenden Prüfungen, vor einem sportlichen Wettkampf oder bei langen, langweiligen Autofahrten empfiehlt sich die Einnahme von Guarana.

Quellen / Studien

https://de.wikipedia.org/wiki/Guaran%C3%A1

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28188129

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27724917

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28053639

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27374587

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26109785

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25973476

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25695932