Darmsanierung mit Flohsamen

Mit dem Begriff „Sanierung“ wird alles Mögliche verbunden, nur der Darm zählt meist erst einmal nicht dazu. Ein Blick auf die Funktionen des Darms macht deutlich, wie wichtig dieses Organ für den Menschen ist und wie nachlässig er oft „behandelt“ wird. Spätestens, wenn der Darm nicht mehr wie gewohnt funktioniert, wird die Bedeutung einer gesunden Verdauung erkannt. Und wer vorbeugend oder heilend tätig werden möchte, setzt sich am besten mit der Begrifflichkeit „Darmsanierung“ auseinander. Denn obwohl „Sanierung“ in der Definition eine Erneuerung, Wiederherstellung oder eine Altlast-Beseitigung bezeichnet, kommt „Sanierung“ aus dem Lateinischen (sanare) und heißt „heilen“. Somit passt die Bezeichnung „Darmsanierung“ perfekt.

Wofür eine Darmsanierung?

Die Gründe, die für eine Darmsanierung sprechen, sind einleuchtend und erklären sich fast von selbst, wenn auf die Funktion des Darms geschaut wird. Der Darm eines Erwachsenen ist bis zu acht Meter lang und er transportiert aus eigener Kraft Speisen bis zur Ausscheidung. Auf diesem Transportweg zieht er benötigte Nährstoffe aus der einstigen Nahrung. Die Nährstoffe nimmt der Dünndarm ( Intestinum tenue) auf, der aus dem Zwölffingerdarm (Duodenum),Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum) besteht.

Der Dünndarm sorgt also dafür, dass mithilfe unzähliger Prozesse anderer körpereigenen Funktionen die Nahrungsbestandteile ins Blut gelangen. Aus diesem Grund ist der Dünndarm mit einer Schleimhaut, unzähligen Falten, Zotten und einem feinen Saum ausgestattet. Letztendlich hat der Darm eine 100-mal so große Oberfläche wie die Haut und kann so seine Aufgaben erfüllen.

Der Dickdarm hat „nur“ noch die Aufgabe, dem Stuhl weiter Wasser zu entziehen, und ihn mittels energischer Darmbewegungen zu formen. Damit der Stuhl gleitfähig bleibt, versorgt der Dickdarm ihn mit Schleim, bis der Darminhalt zur Ausscheidung gelangt. Soweit die Theorie.
In der Praxis läuft es nicht immer so rund. Denn der Darm muss letztendlich alles verwerten, was ihm zugeführt wird. Tabletten, industriell verarbeitete Nahrung, Lebensmittelzusätze und, und, und.

Erwiesenermaßen ist der Darm zudem noch mit den Emotionen verknüpft – bestes Beispiel; der Durchfall bei Aufregung.

Somit steht der Darm in vielen Fällen vor der schier unlösbaren Aufgabe, ohne Beeinträchtigung zu funktionieren, vielleicht ohne ausreichende Ballaststoffe, vielleicht ohne genug Flüssigkeit zu haben, vielleicht ohne Ruhe. Und genau hier setzt die Darmsanierung an. Sie verhilft dem Darm wieder in sein natürliches Gleichgewicht, sie richtet das Verhältnis der „guten“ und „schlechten“ Bakterien, sie spendet ihm Kraft, damit seine Muskulatur wieder in Bewegung kommt.

Manchmal reagiert der Darm mit einer Verstopfung auf Ungemach, gelegentlich spricht man vom Reizdarm-Syndrom, hin und wieder plagen einen Blähungen oder der Durchfall mag gar nicht mehr gehen. Das alles sind Gründe für eine Darmsanierung, damit sich Darm und somit der gesamte Organismus wieder wohlfühlen.

Natürliche Darmsanierung zuhause mit Flohsamen

Es ist überhaupt nicht notwendig, eine Darmsanierung mit Dingen wie einem Einlauf durchzuführen. Natürliche Mittel wie die Flohsamen der Wegerich-Pflanze Plantago ovata sind probat, medizinisch anerkannt und wirksam. Bei solch einer Darmsanierung muss kein Urlaub eingeplant werden und gewisse Sorgen, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen, sind vollkommen unbegründet. Die Darmsanierung mit Flohsamen ist sanft, aber sehr wirkungsvoll.
Flohsamenschalen zeichnen sich durch ihr Quellvermögen und ihre Ballaststoffe aus. Eine Darmsanierung zuhause ist mit Flohsamen wunderbar machbar, da sie dem Darm ungemein hilft – nicht schlagartig, sondern langanhaltend, effektiv und schonend.

Anleitung und Dosierung der Flohsamen bei einer Darmsanierung

Die Dosierung von Flohsamen lässt sich nicht pauschalisieren. Jeder reagiert anders auf die Gabe von Flohsamen. Allgemein muss vorab zwischen ganzen Flohsamen und deren Schalen unterschieden werden. Für eine Darmsanierung eignen sich Flohsamenschalen eindeutig besser als ganze Samen, da sie ein deutlich höheres Quellvolumen aufweisen.

Pro 24 Stunden werden bis zu 16 Gramm (4 Teelöffel) über den Tag verteilt mit reichlich Wasser eingenommen. Ein Teelöffel wird in ein Glas Wasser eingerührt und ausgetrunken. Im direkten Anschluss wird ein weiteres Glas Wasser getrunken. Das ist enorm wichtig, da Flohsamenschalen das 50-fache an Flüssigkeit an sich binden und wer das nicht beachtet, kann fatale Folgen zu spüren bekommen. Einfach mal so im Vorbeigehen einen Teelöffel Flohsamen einnehmen, ist keine gute Idee, denn das kann unter Umständen sogar zum Darmverschluss führen.

Während der Darmsanierung wird auf eine reichliche Flüssigkeitsaufnahme geachtet, sodass die Schalen dem Darm nützlich sein können. Allerdings reicht es nicht, ausschließlich Flohsamenschalen und Wasser zu verzehren – auch nicht, wenn die Darmsanierung mit Flohsamen zuhause als Kur angedacht ist. Die Wirkung als alleiniges Mittel zur Darmsanierung ist noch zu wenig erforscht und Flohsamen sind zwar hervorragend mit Ballast- und Schleimstoffen ausgerüstet, Nährwerte oder Vitamine haben sie kaum. Aber da der Darm sehr gründlich und effektiv gereinigt und saniert wird, sollte einfach insgesamt auf die Ernährung geachtet werden. Viel Obst und Gemüse, aber wenig Fleisch oder tierische Fette, Zucker und Salz.

Wirkungsweise der Flohsamen im Darm

Flohsamenschalen können das 50-fache an Wasser binden. Diese Fähigkeit sorgt dafür, dass sie ein immenses Volumen erzeugen, was den Darm dazu veranlasst, sich zu bewegen. Seiner „Meinung“ nach ist er bis an den Rand gefüllt und er kommt durch diesen Druck seiner Aufgabe des Transportes bis zur Entleerung nach. Zudem sorgen die enthaltenen Schleimstoffe für ein sanftes Gleiten durch den Darm. Eingetrocknete Kotreste in den Darmwandfalten werden auf diesem Weg gleich mittransportiert. Durch Flohsamenschalen wird der Darm von Giftstoffen und „schlechten“ Bakterien befreit. Eine Darmsanierung mit Flohsamenschalen wirkt etwa 12 – 24 Stunden nach der Einnahme, indem die Stuhlentleerung ansteht. Diese verläuft ohne „Pressen“, sofern genug Flüssigkeit zu den Schalen getrunken wurde.

Niemals Flohsamenschalen ohne ausreichend Wasser verzehren, denn dann ist die gesamte Wirkung hinfällig und kann fatale Folgen nach sich ziehen.

Fazit

Flohsamenschalen oder Einlauf? Wer das Angenehmere bevorzugt, greift zu Flohsamenschalen, die besser als Leinsamen – da deutlich wirkungsvoller – sind. Ein weiterer positiver Effekt bei Flohsamen ist die Möglichkeit, sie dauerhaft einzunehmen. Dadurch verhilft man dem Darm nach der „Kernsanierung“ zu einem wohlgefälligen Arbeiten und als Resultat stellt sich mit einem zufriedenen Darm automatisch ein Wohlgefühl ein. Denn es ist erwiesen, dass ein gesunder Darm für Vitalität im Alltag sorgt, während ein träger Darm durchaus für ein unwohles Gefühl sorgt.

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