Ashwagandha – die Schlafbeere

Die ayurvedische Medizin beschreibt die traditionelle indische Heilkunst, die heute noch in etlichen Regionen Anwendung findet. Hauptsächlich wird das uralte Wissen um die Heilung noch in Nepal, Sri Lanka, Afrika, Pakistan und Indien eingesetzt. Dort gehört die Schlafbeere – auch als Ashwagandha bezeichnet – zu den am häufigsten verwendeten Mitteln im Kampf gegen diverse Beschwerden. Doch auch hierzulande findet das Kraut immer mehr Anhänger.

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Ein Blick auf die botanische Bezeichnung „Withania somnifera“ verrät, wie es zur Betitlung als „Schlafbeere“ kam: Whitania bedeutet übersetzt „Wissenschaftler“ und somnifera steht für „schlaffördernd“. Die wörtliche Übersetzung der Landessprache Sanskrit von Ashwagandha hingegen bringt die Wortkombination „Geruch des Pferdes“ hervor. Und um die zahlreichen Bezeichnungen zu vervollständigen, ist die Ashwagandha hierzulande neben der Bezeichnung Schlafbeere auch als Wildkirsche bekannt.

 

schlafbeere - ashwagandhaAllgemeines über die Schlafbeere

In der ayurvedischen Medizin gilt die Schlafbeere als wirksames Medikament, hierzulande wird sie als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft. Sie gilt als starkes Nerventonikum und reduziert effektiv Beschwerden, die aus Stress resultieren. Doch das ist längst noch nicht alles, was das Allroundtalent kann. Nicht umsonst wird das Kraut in seiner Heimat auch als „indischer Ginseng“ bezeichnet.

• Die Geschichte von Ashwagandha

Die Geschichte der Ashwagandha reicht weit zurück. Funde und Bodenproben lassen darauf schließen, dass die Schlafbeere schon seit mindestens 3000 Jahren eingesetzt wird. In historischen indischen Schriften wurde sie als Wundermittel beschrieben und im europäischen Raum ist die Pflanze ungefähr seit dem 16. Jahrhundert bekannt.

• Herkunft / Vorkommen

Ihre natürliche Heimat reicht vom nahen Osten über Afrika bis nach China. Experten vermuten, dass sie erstmals im nordafrikanischen Raum auftauchte und sich von dort aus langsam weiter verbreitete.

• Standort

Die Ashwagandha mag es gerne sonnig und trocken, zur Not kommt sie auch mit einem leicht feuchten Boden zurecht. Generell handelt es sich um eine vollkommen anspruchslose Pflanze, die auch ohne den berühmten „grünen Daumen“ gehalten werden kann. Frost verträgt die Pflanze nicht, deswegen wird sie in Europa als einjährige Pflanze eingeordnet.

• Pflanzenfamilie

Die Schlafbeere ist ein Nachtschattengewächs und gehört zur Gattung „Whitania“. Vermehrt wird sie über die Aussaat von Samen im Frühjahr.

• Merkmale und Beschreibung der Schlafbeere

Wildwachsend ist die Ashwagandha eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,50 Meter groß werden kann. Sie ist recht buschig, mit kleinen, ovalen Blättern. In der Zeit zwischen Juli bis September bilden sich die glockenförmigen Blüten aus. Abgesehen von der Form sind diese Blüten eher unscheinbar – ganz im Gegensatz zur eigentlichen Frucht, die mit einem satten roten Ton eine Beere hervorbringt. Hauchzarte Blätter umhüllen die Frucht, bis dieser Lampion nach dem Ausreifen platzt und einen Kelch bildet, in dessen Zentrum die Beere sitzt. Das Nachtschattengewächs ist mit charakteristischen Wurzeln bestückt, diese werden bis zu 30 Zentimeter lang und sind fast gerade, nur gelegentlich findet sich ein leicht gekrümmtes Wurzelstück.
Genutzt wird sowohl der oberirdische Teil der Pflanze als auch deren Wurzel. Allerdings verbergen sich in jungen Pflanzen nicht so viele Wirkstoffe, deswegen werden in der traditionellen Medizin ältere Kräuter bevorzugt. Geht es um extrem hochwertige, wirkungsvolle Präparate mit Ashwagandha, werden die Substanzen aus einer mindestens sieben Jahre alten Pflanze gewonnen.

• Anbau und Pflege

Die Ashwagandha iat eine vielseitige Pflanze und relativ anspruchslos. Neben ihrer exzellenten Heilwirkung macht sie sowohl als Zimmerpflanze, als Dekoelement im Büro oder im Wintergarten ebenfalls eine gute Figur. Ausgesät wird sie über Samen zwischen März und Mai, um die Blütezeit zwischen Juli und August genießen zu können. Ab und an ein wenig gießen, ihr ein Plätzchen in der Sonne/Halbschatten gönnen, das genügt der Pflanze.

Inhaltsstoffe/Wirkstoffe

In den Wurzeln sind verschiedene Alkaloide enthalten, beispielsweise Anaferin, Anahygrin, Nicotin, Cuscohygrin, Withasomnin und Tropin. Zudem wurden wissenschaftlich Withanolide nachgewiesen, etwa Somniferanolid, Somniwithanolid, Withasomniferanolid und Withaferin A.
Alkaloide sind vorwiegend stickstoffartige Moleküle, die sehr intensiv wirken. Je nach Dosierung wirken Alkoloide heilsam – oder giftig. Bestes Beispiel für ein Alkoloid ist das in Pflanzen vorkommende Koffein. In geringen bis mittleren Dosierungen wirkt Koffein aufputschend, bei zu hohem Konsum schlägt die Wirkung quasi „über“.

Auf einen Blick

Name: Ashwagandha oder Schlafbeere. Botanisch als Withania somnifera bekannt und im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Wildkirsche bekannt.

Vorkommen/Standort: naher Osten, Afrika bis China

Bekannte Wirkstoffe/Inhaltsstoffe: Alkaloide und Whitanolide

Heilwirkung: beruhigend, aphrodisierend, entzündungshemmend, antiviral

Anwendung: Zur Steigerung der Libido, bei nervöser Unruhe, Schlafstörungen, Angst und nervlichen Belastungssituationen.

Darreichungsformen: Kapsel, Tablette, Wein

Wirkung und Eigenschaften der Ashwagandha

Die Wirkung der Schlafbeere umfasst ein weites Feld an Beschwerden. Welche Substanzen in welchem Zusammenspiel den positiven Nutzen für die Gesundheit hervorbringen, ist noch nicht restlos erforscht. Dafür haben sich Studien intensiv mit der Heilwirkung der Pflanze beschäftigt und konnten eine entzündungshemmende, immunstärkende und allgemein aufbauende Wirkung nachweisen. Aktuell sind Wissenschaftler dabei, die antioxidative Wirkung ebenfalls zu belegen.

Wissenschaftliche Studien

Was der Menschheit schon lange bekannt ist, wurde wissenschaftlich untersucht: Die Wirkung der Schlafbeere gegen stressige Belastungssituationen. Das Heilkraut verhilft zu mehr innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Ashwagandha ist eine der wirksamsten Pflanzen überhaupt, um die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern. In der Ayurveda wird die Schlafbeere traditionell zur Steigerung der Libido genutzt. Im Volksglauben einiger Völker ist sie als Zaubermittel bekannt und wird zu einem „Liebestrank“ verarbeitet. In der Tantra-Tradition gilt sie als das beste Mittel, um die Erektionsdauer zu verlängern.

Studie 1
Studie 2
Studie 3

Anwendungsgebiete und Verwendung der Schlafbeere

Sowohl Blätter als auch Wurzel werden zu Heilzwecken genutzt. Die beschriebenen Inhaltsstoffe wirken antibiotisch, antibakteriell, antiviral und insektizid. Besonders bei nervöser Unruhe oder Schlafstörungen kommen die Eigenschaften der Heilpflanze ausgezeichnet zum Tragen. Ashwagandha kann innerlich und äußerlich angewandt werden.

• Die innerlichen Anwendungsgebiete

Innerlich wirkt die Schlafbeere hauptsächlich auf das Nervensystem, Verdauungstrakt, Herz-Kreislaufsystem, Reproduktionsgewebe und die Atemwege positiv ein.

Nervensystem

Insbesondere bei Schwindel, Angstzuständen, Stress oder Konzentrationsschwierigkeiten ist die Schlafbeere ein natürliches, wirksames Mittel. Sie hilft, die geistige Leistungsfähigkeit wieder herzustellen und sorgt für das so wichtige „Abschalten“ während des Schlafens. Die Tiefschlafphase wird aktiviert – unerlässlich für Belastbarkeit im Alltag. Selbst Tremor (Zittern) kann mit der Ashwagandha behandelt werden, sofern die Ursache in einer Überarbeitung oder nervöser Erschöpfung liegt.

Verdauungstrakt

Die Schlafbeere wirkt positiv auf den Verdauungstrakt ein, indem sie Blähungen reduzieren kann und magenberuhigend wirkt. Leichte Verstopfungen können sich durch die Gabe der Heilpflanze auflösen.

Herz-Kreislaufsystem

Die blutreinigende Wirkung des Krautes fördert den Blutfluss und erleichtert dem Körper, gesundheitsschädliche Ablagerungen zu vermeiden. Auch bei nervös bedingten Herz-Rhythmus-Störungen kann die Schlafbeere positiv auf den Organismus einwirken. Allerdings sollte bei jeder Unregelmäßigkeit des Herzens ein Facharzt zurate gezogen werden, eine Selbstmedikation mit der Schlafbeere ist nur dann angezeigt, wenn der Mediziner die Unbedenklichkeit bescheinigte. Der Ashwagandha wird zudem noch nachgesagt, Ödeme lindern zu können und allgemein herzstärkend zu wirken.

Reproduktionsgewebe

In einigen Kulturen ist die aphrodisierende Wirkung der hauptsächliche Verwendungszweck der Pflanze. Allerdings beschränkt sich die Wirkweise keineswegs nur auf den männlichen Teil – auch Frauen profitieren von der liebessteigernden Wirkung. Ayurveda-Therapeuten setzen die Schlafbeere sogar gezielt bei Unfruchtbarkeit ein.

Atemwege

Traditionell wird die Ashwagandha bei Heuschnupfen oder bronchialen Infekten angewandt. Ihre Wirksamkeit resultiert vermutlich aus der immunstärkenden Kraft sowie der schleimlösenden Eigenschaft. Der Selbstheilungsprozess des Organismus wird aktiviert und angeregt.

• Die äußerlichen Anwendungsgebiete

Die Priorität der Wirkung liegt zwar in der innerlichen Anwendung aber aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaft eignet sich das Heilkraut auch für äußerliche Beschwerdebilder. Schwellungen, Entzündungen oder Geschwüre lassen sich mit der Schlafbeere gut behandeln.
Dazu wird die zu behandelnde Stelle entweder mit Wurzelpulver versorgt oder die Blätter werden zur Heilung aufgelegt. Um eine hilfreiche Dosierung zu erhalten, sollte bei der äußerlichen Anwendung ein Ayurveda-Therapeut helfen.

Darreichungsformen

Ashwagandha ist hierzulande als Tabletten, in Pulverform oder in einer alkoholischen Zusammensetzung als Wein erhältlich. Sehr beliebt ist – etwa bei Heuschnupfen – die Darreichungsform in Ghee. Dabei handelt es sich um reines Butterfett des Ayurveda.

ashwagandha heilpflanzeDosierung und Einnahme

Um eine aphrodisierende Wirkung zu erzielen, werden 2 – 4 Gramm Wurzelpulver mit Milch aufgekocht. Um den etwas unangenehmen Geschmack zu entschärfen, können noch Zucker oder Honig beigemischt werden.

Die meisten Tabletten beziehungsweise Kapseln sind mit einer Menge von 300 mg Extrakt bestückt. Als Verzehrmenge wird 2 mal täglich eine Kapsel empfohlen. Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sind bisher noch keine Nebenwirkungen bekannt. Die Darreichungsform als extrakthaltige Kapsel zeigt die größte Wirkung. Natürlich kann auch aus den kleingehäckselten Wurzeln ein Tee zubereitet werden, doch das wird geschmacklich kein Vergnügen.
Um eine alkoholische Lösung – auch für die äußerliche Verwendung – herzustellen, werden Wurzelteile einfach in einen hochwertigen Wodka über mehrere Wochen eingelegt. Bei Zahnschmerzen kann sogar auf der Wurzel gekaut werden – doch auch hier: Geschmacklich wird das kein Highlight, nimmt dafür aber den Zahnschmerz.

Nebenwirkungen und Erfahrungen

Wird die Ashwagandha in deutlich zu hoher Dosierung eingenommen, kann es zu Übelkeit oder Durchfall kommen. Ansonsten sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Allerdings gilt es zu beachten, dass es sich um eine natürliche Medizin handelt und jedwede Pflanze kann zu einer Unverträglichkeit oder allergischen Reaktion führen. Deswegen sollte bei der erstmaligen Nutzung der Schlafbeere bewusst eine niedrige Dosierung angestrebt werden, damit die Verträglichkeit gesichert ist.

Ein Blick auf die Erfahrungswerte der Anwender verrät, dass Ashwagandha tatsächlich bei etlichen Nutzern die Stresssymptome verringern konnte. Ebenso wird berichtet, dass sich Schlafprobleme verbesserten und die Leistungsfähigkeit real gegeben war. Allerdings schwächte sich bei wenigen Nutzern die Wirkung nach einer langen, dauerhaften Einnahme ab. Das zeigt, dass die Schlafbeere bei einigen Menschen als Kur angewandt werden sollte. Somit sollte sich jeder Anwender entweder selbst beobachten oder mit einem Ayurveda-Therapeuten einen geeigneten Einnahmeplan aufstellen. Immerhin handelt es sich bei der Schlafbeere um ein starkes Naturprodukt, das nicht unbedarft eingenommen werden sollte – auch wenn kaum oder keine Nebenwirkungen bekannt sind.

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Da hierzulande die Pflanze höchstens als Zimmerpflanze dient, sind ihre Bestandteile eher selten im lokalen Handel zu finden. In indischen Kräutershops oder im ethnobotanischen Fachhandel sind Schlafbeere-Produkte erwerbbar. Glücklicherweise bietet das Internet eine Fülle von Präparaten aus aller Welt, so finden sich auch dort qualitästorientierte und hochwertige Präparate der Ashwagandha.

 

Bilder: Hari Prasad Nadig CC BY-SA 2.0

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