Folsäure in unserer Nahrung

Folat – natürlich gesund. In unserer Nahrung stecken so viele Inhaltsstoffe, die wir weder sehen, riechen noch schmecken können. Beispielsweise Folat – auch als Vitamin B9 bekannt.

Der sogenannte „Vitamin-B-Komplex“ besteht aus insgesamt 8 Vitaminen. Sowohl Vitamin B1, B2, B3, B5, B 6, B12, Biotin und Folsäure sind wasserlöslich und können bis auf die Ausnahmen Vitamin B3 und B12 nicht vom Körper gespeichert werden – zumindest nicht für lange Zeit. Deswegen ist eine ausreichende Versorgung über die Nahrung ein wesentlicher Faktor für die Gesunderhaltung. Bei einigen B-Vitaminen ist das relativ leicht, bei anderen kommt es fast zwangsläufig zu einer Unterversorgung.

aus Spinat wurde erstmals Folat isoliert

So zum Beispiel bei der essentiellen Folsäure – auch als Vitamin B 9 bekannt. Dabei kommt Folsäure in einigen Lebensmitteln reichlich vor – auch, wenn es sich dann korrekt um „Folat“ und nicht um Folsäure handelt.

Folsäure und Folat – die Unterschiede

Der Begriff „Folsäure“ hat sich verbreitet, obwohl es einen Unterschied zwischen „Folsäure“ und „Folat“ gibt. Der besteht darin, dass Folat natürlich in Lebensmitteln vorkommt, Folsäure hingegen künstlich hergestellt wird. Der Oberbegriff „Folat“ oder „Nahrungsfolate“ umfasst eine Gruppe von Substanzen, die dem Charakter des Vitamin B 9 entsprechen.

Folate bestehen aus einem Pteridinring, einem p-Aminobenzoesäurering und etwa einem bis rund acht Glutaminsäureresten. Der Organismus kann rund 50 Prozent von zugeführten Nahrungsfolaten verwerten, hier spricht man von der Bioverfügbarkeit.

Folsäure hingegen besteht aus oxidiertem Pteroylmonoglutamat und einem Glutamylrest. Diese Form des Vitamin B 9 kann der Körper zu 100 Prozent verwerten.

Was bewirkt Folat?

Nahrungsfolate gelangen über die Nahrung in den Körper, wo sie umgehend in die aktive Form Tetrahydrofolat umgewandelt werden. Dadurch können sie auf zahlreiche Stoffwechselprozesse direkten Einfluss nehmen. Folat ist beispielsweise für den Aufbau der Zellen immens wichtig. Haut, Haare, Nägel, Schleimhäute und Blutzellen zeigen bei einer unzureichenden Aufnahme von Folaten relativ schnell Mangelerscheinung.

Ganz wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Folat, wenn sich der Wunsch nach Nachwuchs einstellt. Innerhalb der ersten Tage nach der Befruchtung bilden sich lebensnotwendige Systeme beim Embryo aus, so etwa das Neuralrohr, welches die Basis für das Gehirn, Rückenmark und Nervensystem ist. Bei Frauen, die zu wenig Folate in ihrem Körper haben, drohen dem Embryo schwere Missbildungen, bekanntes Beispiel: Der offene Rücken (spina bifida).

Folate in Lebensmitteln

Kurz gefasst kommen Nahrungsfolate in etlichen Lebensmitteln vor, darunter in grünem Gemüse oder in Innereien. Besonders reichhaltig ist Folat in Weizenkeimen und Hefe enthalten. Allerdings ist das Vitamin empfindlich gegenüber Hitze, Licht und teilweise sogar Wasser. Das macht es etwas kompliziert, ausreichend Folat über die Nahrung aufzunehmen. Im besten Fall stehen Gemüsesorten wie Spinat, Salat, Bohnen, Kohl, Tomaten oder Brokkoli öfter auf dem Speiseplan. Abgerundet mit Rinderleber, Eigelb, Milchprodukte und Haferflocken, ergibt sich eine gute Basis für die Aufnahme von Folaten.

Weizenkeime, Spargel, Leber oder Blattspinat sind zwar wunderbare Lieferanten für das Vitamin, doch beim zeitintensiven Koch- beziehungsweise Bratvorgang wird das Vitamin zerstört. Deswegen sollten die Lebensmittel weder lange gewässert noch zu lange gekocht werden.

Dosierung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht Empfehlungen bezüglich der Höhe der Dosierung sogenannter „Folatäquvalente“ aus. Dabei handelt es sich um eine Berechnung der unterschiedlichen Bioverfügbarkeiten, bezogen auf Folate und Folsäure.

1 Mikrogramm Folat-Äquivalent entspricht 1 Mikrogramm Nahrungsfolat oder 0,5 Mikrogramm Folsäure.

Demnach sollten gesunde Erwachsene pro Tag 300 µg Folat mit der Nahrung zu sich nehmen. Bei Schwangeren erhöht sich der Bedarf auf mindestens 550 µg, bei stillenden Müttern reichen 450 µg.

Nebenwirkungen und Erfahrungen

Da Folate in der Natur vorkommen und für den Organismus lebensnotwendig sind, sind keine Nebenwirkungen bekannt. Selbst bei zusätzlicher Einnahme von Folsäure – was in bestimmten Fällen sinnvoll und hilfreich ist – gibt es nahezu keine Berichte über Nebenwirkungen. Obwohl Folsäure als wasserlösliches Vitamin bei einer Überdosierung einfach über das Harnsystem ausgespült wird, sollte man sich doch an die empfohlenen Dosierungen halten. Bei einer ärztlichen Kontrolle und einer Arztempfehlung wird diese befolgt – auch wenn es keine Nebenwirkungen gibt, so muss der Körper ein zu viel davon doch verarbeiten.

Die Erfahrungen vieler gesundheitsorientierter Menschen und vor allem Schwangeren zeigt, dass eine Extra-Versorgung mit Folsäure oft hilfreich ist. Der Arzt kann nämlich über einen Bluttest die Anzahl der roten Blutkörperchen messen und kann so den Gehalt an Folsäure im Organismus feststellen. Dabei zeigen Erfahrungsberichte immer wieder, dass Frauenärzte wohlwollend zufrieden mit ihren Patientinnen sind, wenn diese genug Folatverbindungen im Organismus haben.

Sonstige Darreichungsformen

Wer sich reichlich mit dunklem Gemüse, tierischen Innereien und allgemein abwechslungsreich ernährt, dürfte vermutlich keine Folsäure-Unterversorgung haben. Allerdings trifft dies auf die wenigsten Bundesbürger zu, wie Wissenschaftler immer wieder betonen. Demnach ist ein großer Teil der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend mit Folaten versorgt. Die Darreichungsform von Folaten sind schnell aufgezählt: Sie stecken in den genannten Lebensmitteln. Die Darreichungsform von Folsäure beschränkt sich hauptsächlich auf Tabletten, wahlweise mit anderen Vitamin- beziehungsweise Jodzusätzen oder reine Folsäure.

Korneotherapie – Pflege von außen und innere Regeneration

Unter Korneotherapie versteht man die Regenerierung und Pflege erkrankter und problematischer Haut durch topische Applikation hautpflegender Wirkstoffe.

Durch spezielle hautverwandte Formulierungen werden der Haut essentielle Fette und Spezialwirkstoffe zugeführt, die sowohl zur Unterstützung der Hautschutzbarriere ins Stratum Corneum integriert, als auch zur nachhaltigen Regeneration in tiefere Hautschichten transportiert werden können.

Bei der Behandlung von Barierre- und Verhornungsstörungen bietet eine solche Outside-in Therapie erhebliche Vorteile gegenüber Inside-out Behandlungen mit Corticosteoriden und Entzündungshemmern, die erst indirekt auf den Zustand der erkrankten Haut Einfluss nehmen können und mit Nebenwirkungen einhergehen. Auch als unterstützende Behandlung oder als präventive Hautpflege sind korneotherapeutische Anwendungen bestens geeignet.

Der Physiologie der Haut nachempfunden

Ziel der Korneotherapie ist die Wiederherstellung einer intakten Hautschutzbarriere und eines ausgewogenen Fett-und Feuchtigkeitshaushaltes der Haut. Dabei steht die Unterstützung der hauteigenen Regenerationstätigkeit im Vordergrund. Deshalb sind korneotherapeutische Produkte ganz der Physiologie und Struktur der Haut nachempfunden. Spezielle dermatologische Transportmedien in Form von Basiscremes mit Derma Membran Struktur oder Oleogelen, Nanopartikeln und Liposomenpräparaten ermöglichen den gezielten Transport von Wirkstoffen in die Haut. Das Konzept erfordert den konsequenten Verzicht auf hautfremde, potentiell irritationsauslösende und okklusive Stoffe wie Emulgatoren, Duftstoffe, Konservierer, Paraffinöle und mineralische Wachse.

Das Stratum Corneum: Ceramide, Sphingomyeline und Co.

Das Stratum Corneum, die äußerste Hornschicht der Haut, ist in sogenannten Bilayern aufgebaut und dient als Barriere gegenüber äußeren Einflüssen. In seinen lebenden Hautzellen besteht ein komplexes Zusammenspiel von barriereaktiven Stoffen wie Ceramiden, insbesondere dem linolsäurehaltigen Ceramid I, Sphingomyelinen, Fettsäuren und Phosphatidylcholin. Nur bei einem ausgewogenen Verhältnis, der Homöostase, kann der Zellstoffwechsel funktionieren. Zu wenig Ceramid lässt die Haut austrockenen, ein zu hoher Ceramidgehalt tritt dagegen in alternden Zellen auf und löst ab einer gewissen Konzentration den kontrollierten Zelltod aus. In lebenden Zellen wird ein Teil der Ceramide unter Mitwirkung von Phosphatidylcholin in Sphingomyeline umgewandelt.

Wird die Homöostase gestört, bricht die Schutzbarriere des Stratum Corneum stellenweise auf, Keime und Bakterien können eindringen. Sichtbares Zeichen einer nicht mehr intakten Barriere ist eine trockene, rissige oder schuppige Haut. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von einer einseitigen, linolsäurearmen Diät über neurodermitische Veranlagungen bis hin zu häufigem Waschen und falscher Pflege.

Mit hautverwandten Stoffen für nachhaltig gesunde Haut

An dieser Stelle setzt die Korneotherapie an. Derma Membran Cremes, die eine ähnliche Doppellipidstruktur wie das Stratum Corneum aufweisen, transportieren pflanzliche und hautverwandte Fette wie Triglyceride, Squalane und Sterine sowie Ceramide ins Stratum Corneum. Während solche Membrancremes die Hautbarriere stärken, können umgekehrt Liposomenpräparate und Nanopartikel die Durchlässigkeit der Haut kurzfristig erhöhen und so Spezialwirkstoffe wie Vitamine, Enzyme, Planzenextrakte, Aminosäuren und Harnstoffe in tiefere Hautschichten einschleusen, wo diese Depots ausbilden und nachhaltig wirken können. Zusätzlich bestehen Nano- und Liposomenpräparate größtenteils aus Phosphatidylcholin, das in der Haut Linolsäure freisetzt, und so als Substrat fürs körpereigene Ceramid I wirken kann. Bei extrem trockener Haut können wasserfreie Oleogele eingesetzt werden.

Durch den Verzicht auf Irritantien und die ausschließliche Verwendung hautverwandter Stoffe und hautähnlicher Strukturen integrieren sich korneotherapeutische Produkte in die biochemischen und physikalischen Prozesse des Stratum Corneum und tieferliegender Hautschichten. So wird nicht nur die kurzfristige Regeneration, sondern auch eine langfristig gesunde Haut in ihrem natürlichen Gleichgewicht unterstützt

Apfelsaft selber machen

Rund 10 Liter Apfelsaft trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Somit gehört das Getränk hierzulande zu den beliebtesten Getränken. Gut dran ist, wer seinen Apfelsaft selber herstellen kann, weil im Garten oder auf der Obstwiese eigene Bäume stehen.

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Einerseits kann die Apfelernte optimal und nachhaltig verwertet werden, andererseits spielen Zusatzstoffe, wie sie oft in gekauftem Apfelsaft zu finden sind, keine Rolle. Selbstgemachter Apfelsaft ist gesund, erfrischt und schmeckt meist sogar viel besser als die gekaufte Variante. Die Herstellung von wohlschmeckendem Apfelsaft ist einfach, unkompliziert und kann mit den richtigen Utensilien fix geschafft sein.

Vom Apfelbaum in das Glas – das Aufsammeln der Früchte

Wer eine Streuobstwiese sein eigen nennt, kennt das: Der Herbst hielt Einzug, die Apfelbäume auf der Wiese beginnen, ihre Früchte abzuwerfen. Jetzt heißt es, schnell zu handeln. Die Äpfel müssen vom Boden aufgelesen werden, bevor sie verfaulen – was bei Äpfeln rasend schnell gehen kann. Bereits beim Aufsammeln der Äpfel sollte eine grobe Sortierung erfolgen. Verfaulte und schimmelige Exemplare werden zur späteren Entsorgung beiseite in einen Extra-Behälter gelegt.

Zur Weiterverarbeitung kommen nach Möglichkeit nur gesunde Früchte in die Sammelbehälter. Auch die Reife spielt eine Rolle. Unreife Früchte werden aussortiert, das sie unter anderem den Geschmack des späteren Apfelsaft oder Most negativ beeinflussen würden.

Waschen, reinigen, prüfen

Die Äpfel sind eingesammelt, die Streuobstwiese ist leer, die Eimer mit prallen Früchten gefüllt. Bevor es an die Produktion von leckerem Apfelsaft beziehungsweise Most in Eigenregie geht, steht die sorgfältige Reinigung der Früchte auf dem Programm.

Hygiene ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Zubereitung von Lebensmitteln. Schließlich sollte sich beste Bio-Qualität am Ende in den Flaschen und Gläsern wiederfinden, ganz ohne verdorbene oder übel schmeckende Einheiten.

Das bedeutet im Einzelnen, dass die eingesammelten Äpfel gewaschen werden und bei diesem Reinigungsvorgang nochmals genau auf faulige, schimmelige oder wurmstichige Stellen hin untersucht werden. Kleine, faule Stellen können problemlos ausgeschnitten werden, wurmstichige Äpfel werden konsequent aussortiert. Hin und wieder kann es vorkommen, dass ein unreifer Apfel deutlich zu früh vom Baum fiel – auch dieser wird aussortiert.

Die erste, grobe Zerkleinerung

Die sauberen und sortierten Früchte werden im nächsten Schritt durch Zerkleinerung auf den eigentlichen Pressvorgang vorbereitet. Der Hintergrund ist leicht erklärt: Ganze Äpfel können nicht gepresst werden. Ergo müssen sie vorab zerkleinert werden.

Bei großen Erntemengen können die Früchte unmöglich von Hand in kleine Einzelteile geschnitten oder gequetscht werden, in der Regel werden die Äpfel mithilfe einer Obstmühle gequetscht. Am Ende kommt eine Masse heraus, die Apfelmus nicht unähnlich ist, allerdings sollte diese „Masse“ nicht ganz so flüssig wie Apfelmus sein. Dabei kann eine gute Obstmühle durchaus die Saftausbeute beim späteren Pressen erhöhen. Umgangssprachlich wird dieser Arbeitsschritt als Herstellung von „Maische“ bezeichnet. Diesem Arbeitsschritt schließt sich unmittelbar das eigentliche Pressen an.

Das Pressen als Königsdisziplin

Je nach Ernteaufkommen können verschiedene Obstpressen zum Einsatz kommen. Bei kleineren Mengen kann eine manuell betriebene Apfelpresse vollkommen ausreichen. Handelt es sich um eine große Menge an Früchten, die auf Verarbeitung warten, ist eine Hydraulikpresse die deutlich bessere Alternative. Elektrisch betriebene Pressen werden eigentlich nur in der industriellen Verarbeitung eingesetzt, bei kleineren Obstbauern spielen sie eher eine untergeordnete Rolle.

• Manuelle Obstpresse

Eine manuelle Apfelpresse wird mit einer Spindel betrieben. Vereinfacht erklärt, besteht diese Variante einer Presse aus einem Behältnis mit einem Ablauf, einem Presstuch, einer langen Spindel, einer Druckplatte, einem Hebel und wird per Muskelkraft betrieben.
Die zerkleinerten Äpfel werden in den Behälter gefüllt, der mit dem Presstuch ausgekleidet ist. Anschließend wird oben die Druckplatte auf das Erntegut gelegt und mit einer Spindel diese Druckplatte nach unten gekurbelt. Durch dieses Prinzip werden die zerkleinerten Äpfel nach unten gedreht und die Auflageplatte übt den nötigen Druck aus. Dabei wird das Erntegut praktischerweise gleichzeitig gefiltert, denn das in dem Behälter befindliche Presstuch lässt nur den reinen Saft durch, der über den Abfluss in einen Eimer abfließen kann.

Weitere Informationen über die verschiedenen Pressen finden Sie auf dieser Infoseite.

• Hydraulikpresse

Die Hydraulikpresse generiert den Druck, um den Saft aus den Äpfeln zu pressen, über Wasser. Ein handelsüblicher Gartenschlauch wird an die Apfelpresse angeschlossen und durch den dadurch entstehenden Druck dehnt sich ein in die Presse integriertes Gummimembran aus. Diese Ausdehnung führt dazu, dass die Maische gegen das Korbgitter an den Seiten gepresst wird, an dessen Rändern der eigentliche Saft abfließen kann.

Das Regulieren einer Hydropresse ist denkbar einfach: Der Wasserhahn wird auf- oder zugedreht. Im Normalfall geht der Druck einer Wasserleitung nicht über 3 bar hinaus, doch manchmal ist es sinnvoll, diesen Druck etwas zu verringern. Ergo – der Wasserhahn wird soweit zugedreht, bis die optimale Saftausbeute gewonnen wird.

Eine hydraulische Apfelpresse gibt es bereits für kleinere Erntemengen, ab etwa 20 Liter und reicht bis zu größeren Hydraulikpressen, etwa bis zu 180 Liter. Mit einer solchen Presse ist eine Ernteausbeute von bis zu 200 Liter Saft innerhalb weniger Stunden ohne große Muskelanstrengung realisierbar.

Warum die Investition einer Obstpresse sinnvoll ist

selbstgemachter-apfelsaftNatürlich lässt sich auch mit dem Entsafter aus dem Küchenschrank Apfelsaft selber herstellen – doch erstens macht eine kleine Küchenmaschine bei größeren Mengen mit Sicherheit schnell schlapp und zweitens spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Mit einer guten, hydraulischen Presse können in einer halben Stunde rund 20 Liter Obst zu Saft verarbeitet werden. Das schafft keine Küchenmaschine!

Kommt jetzt das Argument, dass es sich einfach nicht lohnt, eine Hydraulikpresse für sein einzelnes Apfelbäumchen zu kaufen – stimmt. Dafür lohnt sich die Investition in eine manuelle Obstpresse. Mit einer solchen können im Durchschnitt pro Stunde locker 100 Kilo Äpfel verarbeitet werden.

Manuelle Pressen sind wartungsarm, leicht aufgebaut, teilweise sogar transportabel und liefern feinen Apfelsaft, der später entweder eingelagert oder zu Apfelmost weiterverarbeitet werden kann. Eine manuelle Apfelpresse ist entweder aus Holz oder rostfreiem Edelstahl hergestellt. Beide Varianten sind pflegeleicht und lassen sich nach der Ernte gut reinigen.

Und noch?

100 % Direktsaft von den eigenen Apfelbäumen – gesünder und mehr „Bio“ geht fast nicht. Zugegeben, einmal jährlich rückt die Arbeit in den Vordergrund, doch dafür profitiert man das restliche Jahr von gesundem Saft aus eigener Herstellung. Ob es jetzt Apfelsaft oder Apfelmost wird – das Prozedere bei der Herstellung ist gleich. Sammeln, waschen, zerkleinern, pressen. Und Letztgenanntes wird mit einer geeigneten Obstpresse tatsächlich zum Kinderspiel.

Apropos Kinderspiel: Beim Hantieren mit einer manuellen Obstpresse können Kinder wunderbar mit einbezogen werden. Stolz leuchtende Kinderaugen dürften das Resultat sein, wenn sie den Hebel drehen, der die Druckplatte nach unten zum Auspressen führt. Und passieren kann dabei wahrlich nichts, da eine manuelle Presse weder „nachläuft“, noch die Gefahr einer Fehlfunktion droht.

Bilder: https://www.flickr.com/photos/torange-biz/ und https://www.flickr.com/photos/aragornsbeard/ Lizenz: CC BY 2.0